Flavonoide
Flavonoide sind eine Gruppe natürlicher Pflanzenstoffe, die in vielen Früchten, Gemüsen und Kräutern vorkommen – und auch in der Cannabispflanze enthalten sind. Gemeinsam mit Terpenen und Cannabinoiden tragen sie zur Gesamtwirkung und zum Charakter eines Cannabis-Produkts bei.
Was sind Flavonoide?
Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen, entzündungshemmenden und potenziell gesundheitsfördernden Eigenschaften. In der Natur sind über 6.000 verschiedene Flavonoide bekannt. Sie sind oft für die Farbe, den Geschmack und die UV-Schutzfunktionen von Pflanzen verantwortlich.
Flavonoide in Cannabis
In Cannabis wurden bisher über 20 verschiedene Flavonoide identifiziert. Einige dieser Stoffe sind auch in anderen Pflanzen zu finden, während sogenannte cannabisspezifische Flavonoide (z. B. Cannaflavine) fast ausschließlich in Cannabis vorkommen.
- Cannaflavin A & B: zeigen in Studien entzündungshemmende Eigenschaften
- Apigenin: bekannt für beruhigende Effekte
- Quercetin: ein starkes Antioxidans
Wirkung & Bedeutung
Obwohl Flavonoide im Cannabis oft im Schatten der bekannteren Cannabinoide wie THC und CBD stehen, könnten sie im Zusammenspiel mit anderen Inhaltsstoffen (Entourage-Effekt) eine wichtige Rolle spielen. Ihr Einfluss auf Geschmack, Geruch und Wirkung ist Gegenstand aktueller Forschung.
Unterschied zu Terpenen
Während Terpene primär für das Aroma verantwortlich sind, steuern Flavonoide eher zur Farbe und möglicherweise zur Modulation der Wirkung bei. Beide Stoffgruppen sind jedoch Teil des komplexen Wirkstoffprofils einer Cannabissorte.
Fazit
Flavonoide sind ein oft übersehener, aber faszinierender Bestandteil der Cannabispflanze. Sie könnten künftig eine größere Rolle in der medizinischen Anwendung und Zucht neuer Sorten spielen.